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P 70

September 4th, 2008 by admin

Der P 70 war ein Kleinwagen, der 1955 als Nachfolger des F8 vorgestellt wurde und der Vorgänger des Trabanten war. Hergestellt wurde er von 1955 bis 1959 im VEB Automobilwerk Zwickau und er diente vor allem dazu Erfahrungen mit Kunststoff Karosserien und anderen Techniken zu sammeln.In der vierjährigen Produktionsphase wurden insgesamt 36.151 Exemplare des P70 hergestellt. Der Name P70 stand für Personenkraftwagen mit 700 ccm. Er hatte ein Gewicht von 800 kg. Hergestellt wurden verschiedene Ausführungen: Limousine, Coupe und Kombi.

P70

Vom F8 wurde lediglich der Motor übernommen und verstärkt. Die Leistung wurde um 2,5 PS auf 22 PS verbessert. Es handelte sich hierbei um einen 2 Zylinder Dreikanal-Zweitakt-Motor mit Umkehrspülung. Das Getriebe war ein Blockgetriebe mit eingebautem Differantialgetriebe und Achsenantrieb. Der Rest wurde verändert und weiterentwickelt. Die Karosserie war ebenfalls aus Holz, war aber mit Duroplastteilen beplankt und hatte einen Rahmen. Durch die Verwendung von Duroplast konnte auf Stahlblech verzichtet werden. Dies war dringend nötig, denn nach dem zweiten Weltkrieg war Stahlblech Mangelware in der DDR. Zudem hatte das Fahrzeug eine Dynastart Anlage, eine 12V Lichtmaschine, die direkt auf der Motorwelle saß und somit auch als Anlasser fungierte.
Die sehr minimalistische Ausstattung des P70 sorgte anfangs für sehr stockenden Absatz. Er verfügte weder über einen Kofferraum, noch gab es bewegliche Türscheiben. Diese Mängel wurden mit der Zeit beseitigt und so erhielt das Fahrzeug bald darauf Schiebefenster für Fahrer – und Beifahrertür sowie eine Kofferraumklappe.
Im Frühjahr 1956 wurde dann er Kombi auf den Markt gebracht, der sich großer Beliebtheit erfreute. Das Dach war von innen mit Leder bespannt und der Kofferraum war deutlich größer als bei der Limousine, das kam in der Bevölkerung gut an. Nur ein Jahr später kam dann der Coupe auf den Markt, der durch sein sportliches Design überzeugte und sogar im Ausland sehr beliebt war.
Alle Varianten des P70 wurden auch ins Ausland exportiert.

Wolga

September 3rd, 2008 by admin

Hierbei handelt es sich um eine russische, vorher sowjetische, Automarke, die in der russischen Automobilfabrik GAZ hergestellt wurde. Die GAZ produziert seit 1932 Automobile. Das erste Fahrzeug, das den Namen Wolga trug wurde 1956 hergestellt und war Nachfolger des Modells GAZ-20 Pobeda, von dem diverse Teile, wie beispielsweise die 3-Gang Schaltung, übernommen worden. Der Pobeda wurde 1944 erstmal vorgestellt und ging nach dem Krieg 1946 in Serienproduktion. Später folgten ein Kombi, sowie mehrere Veränderungen des ersten Wolga Modells.
In den späten 60er Jahren war das GAZ-21 Wolga Modell technisch und optisch bereits veraltet. Design und technische Ausstattung entsprachen schon längst nicht mehr dem neuesten Stand, der Kraftstoffverbrauch war selbst für damalige Verhältnisse extrem hoch. Die sowjetische Regierung störte dies allerdings wenig, da Benzin in der Sowjetunion sehr billig war und der Wolga mit so gut, wie jedem Kraftstoff zu betanken war.

Wolga

Genutzt wurde der Wolga in der Sowjetunion und der frühen DDR meist als Behörden – oder Taxifahrzeug und galt in den osteuropäischen Staaten zwar als Oberklassemodell, war aber dennoch kein Nobelfahrzeug, um welches sich die Bevölkerung riss. Trotzdem fand er auch in den westlichen Ländern Anhänger und wurde später in kleinen Stückzahlen hauptsächlich nach Skandinavien, aber beispielsweise auch nach Belgien exportiert. In Belgien wurde dann der Benzinmotor durch einen Dieselmotor von Peugot ersetzt, um den Krafstoffverbrauch zu senken. 1969 wurde dann das neue Modell, der Wolga GAZ-24, vorgestellt und in Serienproduktion gegeben. Dieses und die nachfolgenden Modelle waren recht lang gebaut und ähnelten stark amerikanischen Modellen aus dieser Zeit.

Geplant war, das Ende 2007 der letzte Wolga hergestellt werden und die Produktion danach eingestellt werden sollte. Die Werksleitung verkündete allerdings, dass der Wolga produziert werde, so lange Nachfrage besteht.
Vorteile des Wolgas sind ganz klar die einfache und robuste Technik und die günstige Beschaffung von Ersatzteilen. Der hohe Benzinverbrauch trägt jedoch eindeutig zu den Nachteilen bei und ist auch der Hauptgrund warum die Anzahl der nachgefragten Fahrzeuge stetig sinkt.

Tatra

September 3rd, 2008 by admin

Der Tatra kommt ursprünglich aus Tschechien und ist eine der ältesten Automarken der Welt. Benannt wurde er nach dem gleichnamigem Gebirge in der ehemaligen Tschechoslowakei. Seit 1920 tragen auch die Fahrzeuge dieses Namen, vorher waren sie unter der Bezeichnung Nesseldorf bzw. Nesseldorfer Wagenbau (NW). In diesem Jahr wurde auch der erste PKW von Hans Ledwinka entwickelt. Es folgte eine ganze Reihe der Baulinie mit Vierzylindern. Bis zum zweiten Weltkrieg wurden die PKW`s stetig weiterentwickelt und neue Ideen wurden versucht umzusetzen.
Danach wollte die sozialistische Regierung die Marke Tatra auf die Produktion von LKW`s beschränken. Die 1947 eingeführte kleinere Variante des Typs 87 mit 2 Liter Vierzylinder wurde daraufhin in das Skoda Werk in Mlada Boleslov verlegt. Als die Herstellung eigener Fahrzeuge notwendig wurde, fiel dieses Vorhaben jedoch wieder ins Wasser. Anschließend wurden die Modelle 603 und der Typ 613 in handwerklicher Weise gebaut.

Tatra,

Der dreiachsige Typ 111 war weltbekannt und seine Weiterentwicklung war der Typ 141, eine schwere Zugmaschine, die in der Slowakei hergestellt wurde. 1961 wurde der Typ 111 durch den Hauber-Typ 138 abgelöst. Seit Beginn der 60er Jahren wurden nur noch 10-Tonner produziert.
1971 wurde nach einem Entscheid des Ministeriums die Nutzlast der LKW`s auf 12 Tonnen erhöht und der Typ 138 wurde durch den Typ 148 ersetzt.
Ein weiteres besonderes Modell war der Fronktlenker Typ 813 (Nachfolger des Typ 141), der 1967 vorgestellt wurde. Er gilt als einer der geländegängigsten LKW`s und verfügt über eine Einzelradaufhängung mit extremen Federwegen.
Der Nachfolger, der Typ 815, wurde in hohen Stückzahlen und in verschiedenen Ausführungen produziert.

1996 versuchte Tatra erneut wieder im PKW Geschäft mitzumischen und brachte dazu den Typ 700 auf den Markt. Die Produktion wurde jedoch schon nach zwei Jahren eingestellt.
Heute hat sich die Produktion auf LKW`s beschränkt. Das neueste Modell ist der TERRNo.1

Wartburg W 313

September 3rd, 2008 by admin

Der Wartburg W 313 wurde in den Jahren von 1957 bis 1960 produziert und gehörte somit zu den ersten Wartburg Fahrzeugen. Hergestellt wurden diese in den VEB Automobilwerken Eisenach (AWE).
Es handelte sich hierbei um eine zweitürige Sportwagen Variante, mit der man auch den DDR Bürgern einen Hauch von Luxus bescheren wollte. Der W 313 war auch noch als Sportcoupe, ebenfalls zweitürig, erhältlich. In der dreijährigen Produktionsphase wurden jedoch nur 469 Exemplare in Handarbeit hergestellt. Weltweit existieren davon noch rund 60 bis 80 Fahrzeuge.

Wartburg 313 Cabrio

Alle Fahrzeuge wurden mit einem eigens angepassten Hardtop ausgestattet. Die Höchstgeschwindigkeit des Sportflitzers betrug 140 km/h, was für die damalige Zeit enorm schnell war. Um von 0 auf 100 zu kommen benötigte er allerdings auch ganze 26 Sekunden.
Das Viergang Getriebe war Sperr-synchronisiert und erfüllte somit die sportlichen Anforderungen. Der handsichere Schalthebel ermöglichte eine einfache und sichere Schaltung. Die Heizung wurde durch den Einbau eines Heizläsers verbessert, so erwärmte sich sich das Fahrzeug auch im Stand. Für die damalige Zeit war dies eine echte Besonderheit. Ein besserer Vergaser und ein höheres Verdichtungsverhältnis gehörten ebenfalls zu den Verbesserungen im W 313 Sportwagen. Für die nötige Bremssicherheit sorgten Duplex Bremsen vorn und Simplex Bremsen hinten.
Ausgestattet war der Sportwagen mit dem Wartburg typischen Dreizylinder Zweitaktmotor.
Der Nachfolger, der W 313-2, war dann mit einem Viertakt Boxer-Heckmotor bestückt. Von diesem Nachfolgemodell sollen aber nur vier Exemplare in Produktion gegangen sein.

Das sportliche Design und die Geschwindigkeit machten den W313 nicht nur damals zu einem beliebtem Fahrzeug. Auch heute werden für Fahrzeuge mit den Noten 3 bis 4 noch weit über 30.000 Euro gezahlt.

Wartburg W 311 Kombi

September 1st, 2008 by admin

Eine weitere Ausführung des Wartburgs W311 war der zweckmäßige Kombiwagen, auch Tourist genannt. Der dreitürige Wagen konnte vielseitig variiert werden. So konnte man ihn ein- bis viersitzig fahren und die Sitze je nach Bedarf zu einer richtigen Ladefläche umfunktionieren. Dadurch war er geeignet für Familien, aber auch für große Lastentransporte im Bereich Betrieb und Beruf. Mit bis zu 400 kg Nutzlast war die Ladefläche sehr belastbar und mit einer Größe von ca. 1,60 m x 1,20 m zudem recht groß und geräumig.

Wartburg 311 Tourist

Hergestellt wurde der Kombiwagen zwischen 1956 und 1965 in den VEB Automobilwerken Halle und Dresden. Die Karosserie wurde in den Dresdner Karosseriewerken gefertigt und zur Endmontage nach Halle/Saale transportiert. Bereits in den Jahres zuvor waren ähnliche Modelle entwickelt und stets verbessert worden. Orientierung bot dabei das Vorgängermodell der IFA F9. Zur Verbesserung gehörten unter anderem das asymmetrische Abblendlicht und ein neuer Tankdeckelverschluss.

Auch der Kombi war frontgetrieben und verfügte über einen Dreizylinder Zweitaktmotor, mit 900 ccm Hubraum. Die Berliner Vergaserfabrik lieferte den Vergaser O 112 H362-6 für alle Ausführungen des W 311. Das Fahrwerk bestand aus querliegenden Blattfedern (vorn/ hinten), sowie hinten einer Starrachse mit hochliegender Blattfeder. Die Kupplung bestand aus Einscheibentrockenkupplung mit 6 Druckfedern, die vollständig gekapselt waren. Mit 38 PS entsprach die Leistung des Kombis in etwa der, der anderen Modelle. Die Produktion eines Kombiwagens war für das Politbüro der DDR sehr wichtig, da ein allgemeines Transportproblem bestand und der Konkurrenzdruck, mit den Angebot aus dem Westen stand zu halten groß war.

Wartburg W 311 Cabrio

September 1st, 2008 by admin

Das Cabrio 311 stammt aus der Modellreihe W311 des Wartburgs. Das Vorgängermodell war das IFA F9 Cabrio. Hergestellt wurde das Cabrio, wie alle Modellvarianten des W311, im VEB Automobilwerk Eisenach zwischen 1956 und 1965.
Im Vergleich zum IFA F9 hatte das Cabrio 311 einen deutlich größeren Kofferraum, eine verstärkte Hinterachse und einen Teleskopstoßdämpfer. Das zweitürige Wartburg Cabrio erfreute sich großer Beliebtheit und garantierte durch das wasserfeste Verdeck auch bei Regen und kalten Temperaturen vollen Fahrspaß. Neben diesem zugfrei schließenden Verdeck war zusätzlich eine Frischluftheizung eingebaut. Damit auch offenes parken möglich ist, gab es einen großen, abschließbaren Kofferraum, in dem das Gepäck sicher verstaut war. Hochwertige Lederpolsterung, eine automatische Innenbeleuchtung und Türzuggriffe als Armstützen gaben zusätzlichen Komfort.

Wartburg 313 Cabrio

Technisch war das Cabrio ausgestattet wie die Limousine. Es verfügt über einen Dreizylinder-Zweitaktmotor mit Frontantrieb und brachte eine Leistung von 37 PS, bei einem Verbrauch von 9,6 Litern auf 100 km. Die Höchstgeschwindigkeit betrug ca. 115 km/h. Der Hubraum war 900 ccm groß, wie auch bei der Limousine. Das Leergewicht des Cabrios betrug 1010 kg.
Das Fahrwerk bestand aus querliegenden Blattfedern (vorn/ hinten), sowie hinten einer Starrachse mit hochliegender Blattfeder. Die Kupplung bestand aus Einscheibentrockenkupplung mit 6 Druckfedern, die vollständig gekapselt waren.
Das Cabrio galt stets als eine der schönsten Modellvarianten des Wartburgs.

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