Go to content Go to navigation Go to search

Melkus RS 1000

September 25th, 2008 by admin

Der Melkus RS 1000 wurde auf Basis des Wartburg 353 vom Dresdner Rennfahrer Heinz Melkus entwickelt. Hierbei handelte es sich um ein zweisitziges Sportcoupé, welches zwischen 1969 und 1980 hergestellt wurde. Die Abkürzung RS steht für Rennsportwagen. Insgesamt wurden nur 101 Exemplare während der gesamten Produktionszeit gebaut.

Rahmen, Motor, Fahrwerk und Armaturen wurden vom Wartburg übernommen und überarbeitet. Neu waren ein geändertes Auspuffsystem, ein 5-Gang Getriebe und ein Dreifachvergaser. Mit Hilfe dieser Veränderungen konnte die Leistung der Straßenversion auf 70 PS (51 kW) verbessert werden. Mittig angeordnet war der 3 Zylinder Reihen Zweitaktmotor mit einer Größe von 992 ccm. Damit erreichte der Melkus eine Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h.

Melkus RS 2000

Die Rennversion war mit einem Sportvergaser ausgestattet und hatte eine Leistung von 100 PS (74 kW), damit erreichte dieses Modell eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 120 km/h. Man probierte sich auch an der Entwicklung eines Doppelmotors. Dabei sollten zwei Wartburg Motoren ihre Kraft auf die gemeinsame Kupplung übertragen. Da es bei der Realisierung der Synchronisation Schwierigkeiten gab, wurde dieser Motor nie zuende entwickelt.
Bei der Karosserie wurde in Vorderteil und Heck glasfaserverstärktes Polyester verwendet. Türen und Dach wurden aus Leichtmetall gefertigt, damit das Gewicht so gering wie möglich blieb. Die Sportversion wog 680 Kilo und die Straßenvariante 750 Kilo.
Der Kofferraum des Melkus war, wie üblich bei einem Sportwagen, sehr klein. Zudem war der Wagen sehr anfällig für Seitenwind. Der besondere optische Hingucker waren die damals sehr modernen, nach oben ausschwenkenden Flügeltüren.
Während die Wartezeit für einen Trabanten rund 10 Jahre betragen konnte, musste man auf einen Melkus nur ein halbes bis zwei Jahre warten. Jedoch war dieses Fahrzeug nur für Rennfahrer und ausgewählte DDR Bürger vorbehalten. Der Nachweis einer „rennsportlichen Tätigkeit“ war anfangs Pflicht, wurde nach einigen Jahren jedoch nicht mehr umgesetzt. Bei einem Preis von 30.000 Mark war dies auch gar nicht nötig, denn für die meisten DDR Bürger war dies unerschwinglich.

Im Jahr 2005 wurden zu Ehren von Heinz Melkus noch einmalig 15 Exemplare originalgetreu und in aufwendiger Handarbeit gefertigt. Es gab drei verschiedene Ausführungen (Serienausführung, Rennversion mit Straßenzulassung, Rennversion ohne Straßenzulassung), die preislich bei 48.500 Euro starteten.

Barkas

September 25th, 2008 by admin

Barkas war ein sächsischer Automobilhersteller, dessen hergestellte Fahrzeuge diesen Firmennamen trugen. Es handelte sich bei den Fahrzeugen um Nutzfahrzeuge, die zur Gattung der Kleintransporter gehörten.
Gegründet wurde das Unternehmen 1927 als Metallwerk im sächsischen Frankenberg. 1933 siedelte sich das Werk dann in Hainichen an, um die Produktion auszuweiten und die Herstellung von Kleintransportern zu beginnen. Im Jahr 1958 war dann die letzte Verlegung des Werkes nach Chemnitz und hieß ab da „VEB Barkas-Werke Karl-Marx-Stadt“.

Erst 1961 begann die Serienproduktion des Barkas Schnelltransporters B 1000, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Der Motor wurde vom Wartburg übernommen, es handelte sich um einen Dreizylinder Zweitakt-Motor mit ursprünglich 900 ccm. Damit hatte er eine Leistung von 43 PS. Einige Jahre später verbesserte sich die Leistung auf 46 PS, dank eines größeren Motors von 1000 ccm. Dieser war in der Mitte zwischen Fahrer- und Beifahrersitz eingebaut. Über eine abnehmbare innere Motorhaube und einen kleinen Deckel konnte man ihn erreichen.

Barkas B 1000

Folgende Ausführungen waren vom B 1000 erhältlich: Kastenwagen, Krankentransportwagen, Pritschenwagen, Kleinbus, Polizeifahrzeug, Militärfahrzeug, Kleinlöschfahrzeug und Sattelschlepper.
Durch die einfache Bauart war er robust und zuverlässig, was ihn als Nutzfahrzeug sehr beliebt und flexibel machte. Nur eine Serienausstattung wurde hergestellt, diese wurde dann stetig weiter verbessert. Bei Beginn der Produktion 1961 entsprach der B 1000 dem technischen und optischen Standard und konnte sich Konkurrenten wie dem VW Bus durchaus messen. Erst im Laufe der Jahre verlor in punkto Innovation und konnte mit der Zeit nicht mehr mit anderen vergleichbaren Fahrzeugen mithalten.

1989 wurde erstmals der Barkas B 1000-1 vorgestellt. Wie der Wartburg 1.3 hatte er einen Viertaktmotor mit 1272 ccm und schaffte damit eine Leistung von 58 PS. Im April 1991 wurde die Produktion jedoch bereits eingestellt. Insgesamt wurden nur 1.961 Fahrzeuge dieses Modells hergestell, obwohl er unter anderem durch den niedrigen Verbrauch und Geräuschpegel sehr beliebt war.

Trabant 601

September 8th, 2008 by admin

Im Jahr 1964 wurde der Trabant 500 designtechnisch überarbeitet und somit entstand der neue Trabant 601. Für den Trabant 601 wurden viele Baugruppen des P 60 übernommen, so beispielsweise das Fahrwerk, Motor, Getriebe, Kastengerippe und vordere Kotflügel. Eine Reihe neuer Duroplastformteile gaben dem Trabant 601 aber ein völlig neus, trapezförmiges Aussehen.
Vor allem beim Volk war dieses neue Design durch seine geraden Linien und angedeuteten Flossen am Heck sehr beliebt, denn es wirkte zur damaligen Zeit frisch und modern. Das Fahrzeug wuchs in der Länge um 18cm, wog aber trotzdem 5 kg weniger. Somit hatte er ein Leergewicht von 620-660 kg. In den Jahren von 1964 bis 1990 wurden insgesamt 2.821.381 Exemplare im Zwickauer Werk hergestellt.

Trabant 601

Der Zweitaktmotor, mit dem der Trabant angetrieben wurde veraltete derweil mehr und mehr. Bereits das (sozialistische) Ausland setzte auf den leiseren und besseren Viertaktmotor. Sachsenring entwickelte von 1964 bis 1967 eine halbautomatische, elektrohydraulische Kupplung sowie einen verbesserten Motor mit 19,1 kW (26 PS) für den Trabant 601. Im Rahmen der begrenzten Möglichkeiten wurde das Fahrzeug trotzdem stetig weiterentwickelt. Beispielsweise wurde 1977 eine elektrische Scheibenwischanlage entwickelt und eingeführt.Bis 1988 wurden insgesamt 1988 Weiterentwicklungen notiert. Dazu gehören unter anderem eine Zweikreisbremsanlage von 1980, ein neues, aus Hartschaumstoff gefertigtes, Lenkrad (1982), die Umstellung auf 12 V Bordspannung und ein H4-Scheinwerfer sowie der Einbau einer elektronischen Zündanlage.
Der Trabant 601 war in den Varianten Limousine, Kombi und auch Kübel erhältlich. Der Kübel war eigens für die NVA und Forstbetriebe konzipiert wurden, da es sich hierbei um eine offene Variante des Trabant 601 handelte.Ab 1978 sollte diese Variante auch unter dem Namen Tramp für die Bevölkerung erhältlich sein, soweit kam es jedoch nie. Der für 1968 geplante Nachfolger wurde nicht entwickelt, da die wirtschaftliche Umsetzung mit den gegebenen Mitteln zu schwierig und politisch auch nicht gewollt war.

P 70

September 4th, 2008 by admin

Der P 70 war ein Kleinwagen, der 1955 als Nachfolger des F8 vorgestellt wurde und der Vorgänger des Trabanten war. Hergestellt wurde er von 1955 bis 1959 im VEB Automobilwerk Zwickau und er diente vor allem dazu Erfahrungen mit Kunststoff Karosserien und anderen Techniken zu sammeln.In der vierjährigen Produktionsphase wurden insgesamt 36.151 Exemplare des P70 hergestellt. Der Name P70 stand für Personenkraftwagen mit 700 ccm. Er hatte ein Gewicht von 800 kg. Hergestellt wurden verschiedene Ausführungen: Limousine, Coupe und Kombi.

P70

Vom F8 wurde lediglich der Motor übernommen und verstärkt. Die Leistung wurde um 2,5 PS auf 22 PS verbessert. Es handelte sich hierbei um einen 2 Zylinder Dreikanal-Zweitakt-Motor mit Umkehrspülung. Das Getriebe war ein Blockgetriebe mit eingebautem Differantialgetriebe und Achsenantrieb. Der Rest wurde verändert und weiterentwickelt. Die Karosserie war ebenfalls aus Holz, war aber mit Duroplastteilen beplankt und hatte einen Rahmen. Durch die Verwendung von Duroplast konnte auf Stahlblech verzichtet werden. Dies war dringend nötig, denn nach dem zweiten Weltkrieg war Stahlblech Mangelware in der DDR. Zudem hatte das Fahrzeug eine Dynastart Anlage, eine 12V Lichtmaschine, die direkt auf der Motorwelle saß und somit auch als Anlasser fungierte.
Die sehr minimalistische Ausstattung des P70 sorgte anfangs für sehr stockenden Absatz. Er verfügte weder über einen Kofferraum, noch gab es bewegliche Türscheiben. Diese Mängel wurden mit der Zeit beseitigt und so erhielt das Fahrzeug bald darauf Schiebefenster für Fahrer – und Beifahrertür sowie eine Kofferraumklappe.
Im Frühjahr 1956 wurde dann er Kombi auf den Markt gebracht, der sich großer Beliebtheit erfreute. Das Dach war von innen mit Leder bespannt und der Kofferraum war deutlich größer als bei der Limousine, das kam in der Bevölkerung gut an. Nur ein Jahr später kam dann der Coupe auf den Markt, der durch sein sportliches Design überzeugte und sogar im Ausland sehr beliebt war.
Alle Varianten des P70 wurden auch ins Ausland exportiert.

Wartburg W 313

September 3rd, 2008 by admin

Der Wartburg W 313 wurde in den Jahren von 1957 bis 1960 produziert und gehörte somit zu den ersten Wartburg Fahrzeugen. Hergestellt wurden diese in den VEB Automobilwerken Eisenach (AWE).
Es handelte sich hierbei um eine zweitürige Sportwagen Variante, mit der man auch den DDR Bürgern einen Hauch von Luxus bescheren wollte. Der W 313 war auch noch als Sportcoupe, ebenfalls zweitürig, erhältlich. In der dreijährigen Produktionsphase wurden jedoch nur 469 Exemplare in Handarbeit hergestellt. Weltweit existieren davon noch rund 60 bis 80 Fahrzeuge.

Wartburg 313 Cabrio

Alle Fahrzeuge wurden mit einem eigens angepassten Hardtop ausgestattet. Die Höchstgeschwindigkeit des Sportflitzers betrug 140 km/h, was für die damalige Zeit enorm schnell war. Um von 0 auf 100 zu kommen benötigte er allerdings auch ganze 26 Sekunden.
Das Viergang Getriebe war Sperr-synchronisiert und erfüllte somit die sportlichen Anforderungen. Der handsichere Schalthebel ermöglichte eine einfache und sichere Schaltung. Die Heizung wurde durch den Einbau eines Heizläsers verbessert, so erwärmte sich sich das Fahrzeug auch im Stand. Für die damalige Zeit war dies eine echte Besonderheit. Ein besserer Vergaser und ein höheres Verdichtungsverhältnis gehörten ebenfalls zu den Verbesserungen im W 313 Sportwagen. Für die nötige Bremssicherheit sorgten Duplex Bremsen vorn und Simplex Bremsen hinten.
Ausgestattet war der Sportwagen mit dem Wartburg typischen Dreizylinder Zweitaktmotor.
Der Nachfolger, der W 313-2, war dann mit einem Viertakt Boxer-Heckmotor bestückt. Von diesem Nachfolgemodell sollen aber nur vier Exemplare in Produktion gegangen sein.

Das sportliche Design und die Geschwindigkeit machten den W313 nicht nur damals zu einem beliebtem Fahrzeug. Auch heute werden für Fahrzeuge mit den Noten 3 bis 4 noch weit über 30.000 Euro gezahlt.

Wartburg W 311 Kombi

September 1st, 2008 by admin

Eine weitere Ausführung des Wartburgs W311 war der zweckmäßige Kombiwagen, auch Tourist genannt. Der dreitürige Wagen konnte vielseitig variiert werden. So konnte man ihn ein- bis viersitzig fahren und die Sitze je nach Bedarf zu einer richtigen Ladefläche umfunktionieren. Dadurch war er geeignet für Familien, aber auch für große Lastentransporte im Bereich Betrieb und Beruf. Mit bis zu 400 kg Nutzlast war die Ladefläche sehr belastbar und mit einer Größe von ca. 1,60 m x 1,20 m zudem recht groß und geräumig.

Wartburg 311 Tourist

Hergestellt wurde der Kombiwagen zwischen 1956 und 1965 in den VEB Automobilwerken Halle und Dresden. Die Karosserie wurde in den Dresdner Karosseriewerken gefertigt und zur Endmontage nach Halle/Saale transportiert. Bereits in den Jahres zuvor waren ähnliche Modelle entwickelt und stets verbessert worden. Orientierung bot dabei das Vorgängermodell der IFA F9. Zur Verbesserung gehörten unter anderem das asymmetrische Abblendlicht und ein neuer Tankdeckelverschluss.

Auch der Kombi war frontgetrieben und verfügte über einen Dreizylinder Zweitaktmotor, mit 900 ccm Hubraum. Die Berliner Vergaserfabrik lieferte den Vergaser O 112 H362-6 für alle Ausführungen des W 311. Das Fahrwerk bestand aus querliegenden Blattfedern (vorn/ hinten), sowie hinten einer Starrachse mit hochliegender Blattfeder. Die Kupplung bestand aus Einscheibentrockenkupplung mit 6 Druckfedern, die vollständig gekapselt waren. Mit 38 PS entsprach die Leistung des Kombis in etwa der, der anderen Modelle. Die Produktion eines Kombiwagens war für das Politbüro der DDR sehr wichtig, da ein allgemeines Transportproblem bestand und der Konkurrenzdruck, mit den Angebot aus dem Westen stand zu halten groß war.

Wartburg W 311 Cabrio

September 1st, 2008 by admin

Das Cabrio 311 stammt aus der Modellreihe W311 des Wartburgs. Das Vorgängermodell war das IFA F9 Cabrio. Hergestellt wurde das Cabrio, wie alle Modellvarianten des W311, im VEB Automobilwerk Eisenach zwischen 1956 und 1965.
Im Vergleich zum IFA F9 hatte das Cabrio 311 einen deutlich größeren Kofferraum, eine verstärkte Hinterachse und einen Teleskopstoßdämpfer. Das zweitürige Wartburg Cabrio erfreute sich großer Beliebtheit und garantierte durch das wasserfeste Verdeck auch bei Regen und kalten Temperaturen vollen Fahrspaß. Neben diesem zugfrei schließenden Verdeck war zusätzlich eine Frischluftheizung eingebaut. Damit auch offenes parken möglich ist, gab es einen großen, abschließbaren Kofferraum, in dem das Gepäck sicher verstaut war. Hochwertige Lederpolsterung, eine automatische Innenbeleuchtung und Türzuggriffe als Armstützen gaben zusätzlichen Komfort.

Wartburg 313 Cabrio

Technisch war das Cabrio ausgestattet wie die Limousine. Es verfügt über einen Dreizylinder-Zweitaktmotor mit Frontantrieb und brachte eine Leistung von 37 PS, bei einem Verbrauch von 9,6 Litern auf 100 km. Die Höchstgeschwindigkeit betrug ca. 115 km/h. Der Hubraum war 900 ccm groß, wie auch bei der Limousine. Das Leergewicht des Cabrios betrug 1010 kg.
Das Fahrwerk bestand aus querliegenden Blattfedern (vorn/ hinten), sowie hinten einer Starrachse mit hochliegender Blattfeder. Die Kupplung bestand aus Einscheibentrockenkupplung mit 6 Druckfedern, die vollständig gekapselt waren.
Das Cabrio galt stets als eine der schönsten Modellvarianten des Wartburgs.

Wartburg W 311

August 30th, 2008 by admin

Der Wartburg W 311 war der erste aus der Reihe der Wartburg Fahrzeuge. Er wurde von 1956 bis 1965 in dem VEB Automobilwerk Eisenach hergestellt und war eine Weiterentwicklung des IFA F9.
Der Rahmen den Kleinwagens wurde übernommen und um 10cm verlängert, außerdem erhielt er eine größere und viertürige Karosserie. Daneben gab es einen deutlich größeren Kofferraum, eine verstärkte Hinterachse und einen Teleskopstoßdämpfer.

Wartburg 311

Alle in Eisenach hergestellten BMW`s und EMW`s hatten dreistellige Nummern, die alle mit einer 3 begannen, so auch der 311 und die Nachfolgemodelle 313, 312, 353 und die Prototypen.
Die funktionale Rahmenbauweise ermöglichte viele unterschiedliche Modelle, wie beispielsweise den Kombi, den Coupe, das Cabriolet oder die viertürige Luxuslimousine.

Zu Produktionsbeginn wurde der W 311 mit einem Hubraum von 900 cm³ und einer Leistung von 28 kW (37 PS) bei 4000/min produziert. Die Motorleistung war somit um 5 PS größer als noch beim IFA F9. Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch lag bei 9,8 Litern auf 100 km und die Höchstgeschwindigkeit betrug ca. 115 mk/h. Der Motor war ein Dreizylinder-Zweitakt-Vergasermotor mit Umkehrspülung. Die Berliner Vergaserfabrik lieferte den Vergaser O 112 H362-6 für den W 311. Das Fahrwerk bestand aus querliegenden Blattfedern (vorn/ hinten), sowie hinten einer Starrachse mit hochliegender Blattfeder. Die Kupplung bestand aus Einscheibentrockenkupplung mit 6 Druckfedern, die vollständig gekapselt waren. Das Gewicht betrug 920 kg.
In der Serienfertigung erfolgten mit den Jahren mehrere Veränderungen wie beispielsweise eine stärkere Lichtmaschine mit 160 W anstatt 130 W oder die Verbesserung der Bremsanlage (1958). 1960 erfolgten die letzten Veränderungen: die Zentralschmierung wurde durch einzelne Schmiernippel ersetzt, neue Zahnstangenlenkung mit höherer Übersetzung und neue gummigelagerte Spurstangenknöpfe wurden eingeführt. Ein Tankdeckelschloss ersetzte neuerdings die Entriegelung von der Hutablage aus. Im Jahr 1962 wurde ein leistungsstärkeres Modell, der W 1000, entwickelt. Dieser hatte einen Motor mit einer Leistung von 45 PS.

Wartburg 353 Tourist

August 29th, 2008 by admin

Im Jahr 1968 wurde der Wartburg Tourist, eine Weiterentwicklung des Wartburg 353, eingeführt. Hierbei handelte es sich um eine fünftürige Kombiversion. Der Vorreiter war der Kombi 311.

Die Entwicklung der Kombi Fahrzeuge sollte hauptsächlich den Mangel an Transportkapazitäten beseitigen. Zum anderen wollte man mit den Veränderungen im Westen mithalten und der Bevölkerung eine Auswahl an verschiedenen Modellen bieten.
Die Karosserie wurde in den VEB Karosseriewerken Halle/Saale (mit noch geschlossener C-Säule) hergestellt. Die Heckklappe, sowie die hinteren Kotflügel waren aus GFK.
Für die Produktion des Kombis in den Werken Halle/Saale wurden bestimmte Teile, wie Mechanik, Rahmen und Karrosserieteile, die gleich waren mit denen der Limousine, zugeliefert. Die Fahrzeuge wurden anschließend mit der bereits vor Ort gefertigten Karosserie endmontiert. Danach wurden sie mit der Bahn zurück nach Eisenach geführt, dort fand auch die Endkontrolle statt (bis 1990)
Der Kombi hatte das übliche 4-Gang-Getriebe mit Lenkradschaltung, sowie den gleichen Dreizylinder-Zweitakt-Ottomotor mit Mittelkühler, wie der W353. Das Leergewicht lag bei 970 kg.
Der Vergaser war ein Fallstromvergaser (BVF-40) und wurde ab 1982 durch den Registervergaser Jikov 32 SEDR ersetzt. Die Hauptbeleuchtung war ab dem Jahr 1978 ein H4 Halogenscheinwerfer mit 65/55 W.

Wartburg W353 Tourist SMH

Im Februar 1989 wurde die Produktion des Tourists durch den Wartburg 1.3 Tourist abgelöst, wobei es einen Zeitraum von ungefähr vier Monaten gab, in dem der 353 Kombi noch parallel zur 1.3 Limousine hergestellt wurde. Der W 1.3 Tourist war dann bis April 1991 in Produktion.

Wartburg 353

August 28th, 2008 by admin

Der Wartburg 353 wurde 1966 eingeführt und war der Nachfolger des Übergangsmodell W 312. Bis zum Jahr 1988, in dem ihn der W 1.3 ablöste, wurde er im VEB Automobilwerk Eisenach hergestellt. In den 22 Jahren der Produktion wurden 1.425.190 Fahrzeuge hergestellt.

Wartburg W353

Das Grundkonzept des W 353 entsprach dem des Vorgängers. Er erhielt allerdings ein modernisiertes Fahrwerk mit 13“ Rädern, sowie Einzelradaufhängung und Schraubenfedern rundum.Die neue Karosserie war mit einem Kofferraumvolmen von über 500 Litern durchaus internationalen Standards angepasst. Im März 1975 wurde der Wartburg 353 W mit Scheibenbremsen vorne und vielen Detailänderungen eingeführt. Die Karosserie wurde jedoch nicht verändert.
Auch der Wartburg 353 hatte mehrere Modelle zu bieten: eine viertürige Limousine, den fünftirigen Kombi (Tourist), den zweitürigen Pickup (Trans), sowie mehrere Prototypen wie beispielsweise den Wartburg 355 oder einen Wartburg mit Garturbinen Antrieb. Zudem gab es noch Sondermodelle, wie das Noteinsatzfahrzeug des DRK der DDR oder den Melkus RS 100.
1984 wurde die Sonderausführung mit der Bezeichnung „S“ eingeführt. Sie löst die bisherige Ausführung „de luxe“ ab. Die Kennzeichen der Sonderausführung waren unter anderem die mattschwarzen PVC- Türfensterrahmen, eine Kofferraumauskleidung, Knüppelschaltung, eine heizbare Heckscheibe, sowie Nebelscheinwerer – und schlusslicht.
Technisch war der W 353 mit einem Dreizylinder-Zweitakt-Ottomotor, der eine Leistung von 37 kW (50 PS) brachte, ausgestattet. Sein Leergewicht betrug 920 kg. Der Vergaser war ein Fallstromvergaser (BVF-40) und wurde ab 1982 durch den Registervergaser Jikov 32 SEDR ersetzt.
Die Hauptbeleuchtung war ab dem Jahr 1978 ein H4 Halogenscheinwerfer mit 65/55 W. Das Viergangzahngetriebe (1 Rückwärtsgang) war vollsynchronisiert.

Mit einem Preis von 20.000 bis 22.000 Mark lag der W 353 in einer für die Bevölkerung angemessenen Preislage. Lange Wartezeiten gab es auch hier. Mit Einführung des W 1.3 im Jahr 1988 änderte sich allerdings die vorher einkalkulierte Preislage schlagartig.

« Previous Entries