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Moskvich

September 23rd, 2008 by admin

Die russische Automarke Moskvich wurde erstmalig 1947 produziert. Der Name bedeutete „Sohn der Stadt Moskau“.
Abgeleitet wurde der Moskvich vom Opel Kadett mit dem Ziel, ein Automobil herzustellen, welches für den russischen und den internationalen Markt geeignet war.
Das erste Modell war der Moskvich 400, gefolgt vom Moskvich 401 und 402, welche jedoch nur auf dem russichen Automarkt erhältlich waren. Erst 1963 begannen mit den beiden ähnlichen Modellen 403 und 407 die Exporte ins Ausland, überwiegend in die DDR. Mitte der 60er Jahre erfolgte dann mit dem Moskvich 408 eine äußerliche Modernisierung. Neu an diesem Modell waren unter anderem die Viergang- Schaltung und die 15 Zoll Räder. Die auffälligsten Veränderungen waren aber die vergrößerten Fensterflächen, sowie Front- und Heckscheiben. Die größte technische Weiterentwicklung erreichte man mit dem Typ 412, der über einen 1,5 Liter ohc Leichtmetallmotor und eine Knüppelschaltung verfügte. 1975 folgte dazu noch die verbesserte Bremsanlage und eine modernere Karosserie. Dieses Modell wurde dann in Typ 2140 umbenannt.
In der DDR war der Moskvich nicht nur wegen seiner Preisgünstigkeit, der Preis lag noch unterhalb dem des Wartburgs, so beliebt. Besonders als Fahrschul-, Taxi- oder Dienstfahrzeug konnte er sich durchsetzen und war besonders Mitte der 70er Jahre für Privatleute sehr attraktiv, da er über einen 1500 ccm Motor und 75 PS Leistung verfügte. Nur der Wolga besaß zu diesem Zeitpunkt einen größeren Motor, hatte aber auch einen deutlich höheren Kraftstoffverbrauch. Trotz seiner Beliebtheit wurde der Moskvich ab dem Jahr 1979 von der Sowjetunion nicht mehr in die DDR eingeführt.
Um auch den Westmarkt zu bedienen wurde zu Beginn der 80er Jahre eine Luxusvariante des Typs 2140 eingeführt, der Typ 1500 SL. Allerdings war der Moskvich bereits technisch veraltet und so wechselten viele Verbraucher zum Lada, da dieser weitaus besser ausgestattet war. Außerhalb Europas war der Moskvich vor allem im Irak, in der Mongolei, in afrikanischen Staaten und auf Kuba zu finden.

Im Jahr 2006 wurde dem Moskvich dann vom russichen Gericht die endgültige Pleite, mit einem Schuldenberg von rund 700 Millionen Euro, erklärt. Bis dahin wurden insgesamt über vier Millionen Fahrzeuge hergestellt.

Lada

September 8th, 2008 by admin

Lada ist der Markenname einer Modellreihe, die in Russland von der AetoWAS hergestellt wird. Das Werk gehört zu den Wolga-Automobil-Werken und ist der größte Hersteller von Personenkraftwagen in Russland. 1966 wurde das Unternehmen gegründet. Zur technischen Unterstützung arbeitete man mit dem italienischen Unternehmen Fiat zusammen.1967 begann dann die Produktion der ersten Exemplare.
Der Name Lada wurde jedoch nur im Ausland verwendet, in Russland liefen die Modelle unter dem Namen Schiguli.
In Deutschland wurden die Fahrzeuge eher im Osten des Landes und weniger im Westen bekannt. Die Marke stand für einfache Technik, geringen Komfort und niedrige Neuwagenpreise. Um die Absatzzahlen in Deutschland zu steigern wurden die Fahrzeuge vom deutschen Importeur noch kräftig aufgebessert.

Lada

Vom Fiat 124 wurden die Nachfolgemodelle abgeleitet. Sie wurden meist innen und außen modifiziert und mit hubraumvergößerten Motoren ausgestattet. Zudem wurden sie den russischen Bedingungen angepasst, indem die Karosserie vergrößert wurde und eine stärkere Heizung eingebaut wurde.
Die ersten Modelle mit dem Namen Lada waren der 2102 und der 21011. Darauf folgten der Kombi 2102 und das Spitzenmodell 2106.
Die Modelle 2104 und 2105 wurden in Deutschland auch als Lada Nova vertrieben. Heute handelt es sich bei diesen Ausführungen um historische Modelle.

Auch heute werden noch Fahrzeuge der Marke Lada hergestellt. Die aktuellsten Mittelklasse Modelle sind der Lada 110 mit Stufenheck, sowie der Kombiwagen Lada 111 und der Lada 112 mit Fließheck. Die einfache Ausstattung der Fahrzeuge macht sie auf dem deutschen Markt zu den günstigsten ihrer Klasse.
Für die Zukunft ist eine Veränderung des Designs geplant. Dafür zeigte Lada im Autosalon in Genf 2007 die Studie Lada C. Diverse neue Modelle wurden seitdem auf Messen und Ausstellungen vorgestellt. Die neueste Version ist der Lada 2172 mit Fließheck, diese soll 2009 zu einem Preis von unter 10.000 Euro erhältlich sein.

Wolga

September 3rd, 2008 by admin

Hierbei handelt es sich um eine russische, vorher sowjetische, Automarke, die in der russischen Automobilfabrik GAZ hergestellt wurde. Die GAZ produziert seit 1932 Automobile. Das erste Fahrzeug, das den Namen Wolga trug wurde 1956 hergestellt und war Nachfolger des Modells GAZ-20 Pobeda, von dem diverse Teile, wie beispielsweise die 3-Gang Schaltung, übernommen worden. Der Pobeda wurde 1944 erstmal vorgestellt und ging nach dem Krieg 1946 in Serienproduktion. Später folgten ein Kombi, sowie mehrere Veränderungen des ersten Wolga Modells.
In den späten 60er Jahren war das GAZ-21 Wolga Modell technisch und optisch bereits veraltet. Design und technische Ausstattung entsprachen schon längst nicht mehr dem neuesten Stand, der Kraftstoffverbrauch war selbst für damalige Verhältnisse extrem hoch. Die sowjetische Regierung störte dies allerdings wenig, da Benzin in der Sowjetunion sehr billig war und der Wolga mit so gut, wie jedem Kraftstoff zu betanken war.

Wolga

Genutzt wurde der Wolga in der Sowjetunion und der frühen DDR meist als Behörden – oder Taxifahrzeug und galt in den osteuropäischen Staaten zwar als Oberklassemodell, war aber dennoch kein Nobelfahrzeug, um welches sich die Bevölkerung riss. Trotzdem fand er auch in den westlichen Ländern Anhänger und wurde später in kleinen Stückzahlen hauptsächlich nach Skandinavien, aber beispielsweise auch nach Belgien exportiert. In Belgien wurde dann der Benzinmotor durch einen Dieselmotor von Peugot ersetzt, um den Krafstoffverbrauch zu senken. 1969 wurde dann das neue Modell, der Wolga GAZ-24, vorgestellt und in Serienproduktion gegeben. Dieses und die nachfolgenden Modelle waren recht lang gebaut und ähnelten stark amerikanischen Modellen aus dieser Zeit.

Geplant war, das Ende 2007 der letzte Wolga hergestellt werden und die Produktion danach eingestellt werden sollte. Die Werksleitung verkündete allerdings, dass der Wolga produziert werde, so lange Nachfrage besteht.
Vorteile des Wolgas sind ganz klar die einfache und robuste Technik und die günstige Beschaffung von Ersatzteilen. Der hohe Benzinverbrauch trägt jedoch eindeutig zu den Nachteilen bei und ist auch der Hauptgrund warum die Anzahl der nachgefragten Fahrzeuge stetig sinkt.